Alto contrasto
Gestern war die Handelskammer Bozen Gastgeberin einer von Unioncamere initiierten Etappe des „Giro d’Italia delle donne che fanno impresa“ - in Zusammenarbeit mit den Beiräten für die Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammern Bozen und Trient. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Nachhaltigkeit.
Die Veranstaltung „Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber - Tools und Netzwerke für Frauenunternehmen“ wurde von Unioncamere, der Vereinigung der italienischen Handelskammern, in Zusammenarbeit mit den Beiräten für die Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammern Bozen und Trient organisiert. Sie richtete sich an Unternehmerinnen und angehende Unternehmerinnen, Selbstständige, Gründerinnen, Managerinnen, sowie Akteure Verbänden, Gründerzentren und lokale Banken. Diese Etappe des „Giro d’Italia delle donne che fanno impresa“ wurde vom Nationalen Plan für Aufbau und Resilienz (PNRR) finanziert und fand im Rahmen des „Piano Nazionale dell’Imprenditoria Femminile“ statt. Ihr Ziel bestand darin, Kleinst- und Kleinunternehmen in Frauenhand praxisnahes Wissen und Kompetenzen rund um die drei Säulen der Nachhaltigkeit - nämlich Environmental, Social und Governance (ESG) - zu vermitteln und vertiefen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen; Annemarie Kaser, Präsidentin des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammer Bozen sowie Helga Caldonazzi, Koordinatorin des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammer Trient. „Diese Initiative stärkt die Vernetzung von Unternehmerinnen aus Südtirol und dem Trentino, fördert neue Kooperationen und den Zugang zu den von Netzwerken angebotenen Dienstleistungen. Ein besonderer Fokus liegt auf den neuesten europäischen Maßnahmen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung als Grundlage für Compliance und Unternehmenswachstum“, unterstrichen Kaser und Caldonazzi.
Sarah Russo, Assistant Professor an der University of Manchester, ging anschließend auf die wachsende Bedeutung der ESG-Dimensionen für kleine und mittlere Unternehmen aus konzeptioneller und rechtlicher Sicht ein. In diesem Zusammenhang stellte sie den VSME-Standard als praxisnahes Werkzeug für eine verhältnismäßige und zugängliche Berichterstattung vor. Abschließend erläuterte sie die konkreten Chancen, die dieser für weibliche Unternehmen bieten kann.
Danach gab Mara Rinner, Unternehmerin und Unternehmensberaterin zu den Themen Inklusion, Nachhaltigkeit, Gleichstellung der Geschlechter und Wohlbefinden am Arbeitsplatz, einen Impuls zur Bedeutung unternehmerischer Nachhaltigkeit. Diese sei nicht allein eine Frage von Maßnahmen und Kennzahlen, sondern vor allem die Fähigkeit, dauerhaft Wert zu schaffen. Dabei zeigte sie auf, dass viele Frauen in ihren beruflichen und unternehmerischen Laufbahnen bereits Ansätze praktiziert haben, die heute als zentral für nachhaltige Organisationen gelten.
Im Mittelpunkt des Beitrags von Caterina Sperandio, Mitarbeiterin der Handelskammer Bozen, stand das europäische Projekt WomenESEPack zur Stärkung der Nachhaltigkeitskompetenzen von Unternehmerinnen. Vorgestellt wurde dabei insbesondere das kostenlose Weiterbildungsangebot „Women & Sustainability“ der WIFI – Weiterbildung der Handelskammer Bozen.
Abschließend fand eine von den Vertreterinnen der lokalen Netzwerke zur Förderung des nachhaltigen Wachstums weiblichen Unternehmertums geleitete Podiumsdiskussion statt, bei der Herausforderungen, Bedürfnisse und Chancen für Frauenunternehmen thematisiert wurden. Monica Onori, Mitarbeiterin von Si.Camera, fasste die Ergebnisse zusammen und leitete anschließend eine Fragerunde mit dem Publikum ein. Moderiert wurde die Veranstaltung von Luca Filippi, Vizegeneralsekretär der Handelskammer Bozen.
Vizegeneralsekretär, Leiter der Abteilung Verwaltungsdienste