Entsiegelte Flächen senken die Hitzebelastung

Entsiegelung

Für eine nachhaltige Bodenentwicklung
Oktober
2026

Die Entsiegelung von Flächen trägt dazu bei, Städte und Gemeinden klimaresilienter zu machen. Eine aktuelle Studie der Universität Trient zeigt, dass bereits kleine Maßnahmen messbare Vorteile für Umwelt, Klima und Lebensqualität bringen.

Unter Entsiegelung versteht man den Rückbau versiegelter Flächen wie Asphalt oder Beton zugunsten von wasserdurchlässigen, begrünten oder naturnahen Oberflächen. Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie der Universität Trient hat verschiedene Entsiegelungsmaßnahmen untersucht und deren ökologische sowie klimatische Auswirkungen bewertet.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass bereits teilweise Entsiegelungen, etwa durch durchlässige Beläge, Baumrigolen oder Grünstreifen, positive Effekte erzielen. So können begrünte Flächen die Oberflächentemperaturen um einige Grad Celsius senken, den thermischen Komfort verbessern und Hitzeinseln im städtischen Raum reduzieren. Gleichzeitig wird die Regenwasserbewirtschaftung optimiert, da Niederschläge besser versickern oder verzögert abfließen können.

Besonders wirksam sind laut Studie kombinierte Maßnahmen. Werden entsiegelte Flächen mit Baumpflanzungen, begrünten Dächern oder naturnahen Wasserführungselementen verbunden, verstärken sich die positiven Auswirkungen deutlich. Darüber hinaus tragen solche Ansätze zur Aufwertung öffentlicher Räume sowie zu einer höheren städtebaulichen und landschaftlichen Qualität bei.

Die Untersuchung zeigt, dass Entsiegelung langfristige Vorteile für Umwelt, Klima und Lebensqualität schafft. Das Handbook zur Studie steht zum Download bereit.

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