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Die Zukunft der Energie
Gestern veranstaltete die Handelskammer Bozen eine Tagung zum Thema „Die Zukunft der Energie“. Im Mittelpunkt standen dabei die aktuelle Energieversorgung, die Abhängigkeit von externen Energieträgern sowie die Chancen einer nachhaltigen und autonomen Energiezukunft. Die Veranstaltung beleuchtete vorrangig die Frage, wie sich Europa und damit auch Südtirol im Spannungsfeld zwischen externer Abhängigkeit und dem Streben nach mehr Energieautonomie positionieren können.
„Südtirol verfügt insbesondere bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft über ein großes Potenzial. Dieses gilt es künftig noch stärker zu nutzen, stets unter konsequenter Berücksichtigung ökologischer Aspekte und im Rahmen einer ausgewogenen Gesamtstrategie der Energieversorgung“, unterstrich Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen in seinen Grußworten.
Diskutiert wurde vor allem, welche strategischen Ansätze notwendig sind, um die Abhängigkeit von externen Energiequellen zu reduzieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.
EU-Parlamentarier, Herbert Dorfmann, ging in seinem Vortrag auf die energiepolitischen Rahmenbedingungen auf EU-Ebene ein. Dabei betonte er besonders die Notwendigkeit einer stärkeren europäischen Zusammenarbeit sowie langfristiger Strategien zur Sicherung der Energieversorgung. „Diese Tage zeigen, wie wichtig es ist, dass Europa eine selbstständige Energiepolitik hat, die darauf ausgerichtet sein muss, so viel als möglich Energie in der EU selbst zu produzieren“, erklärte Dorfmann.
Alexander Gruber, Direktor des Ressorts für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport des Landes Südtirol, beleuchtete die aktuelle Situation in Südtirol. Er zeigte auf, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden und welche Herausforderungen weiterhin bestehen.
Silvia Arlanch, Präsidentin von Dolomiti Energia S.p.A., stellte die Perspektive der Energiewirtschaft in den Mittelpunkt. Sie unterstrich, dass neben technologischen Innovationen auch klare politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen entscheidend für eine erfolgreiche Energiewende sind. Vor dem Hintergrund eines von hoher Marktvolatilität geprägten Energiesektors kommt der langfristigen Sicherung von Unabhängigkeit eine zentrale Bedeutung zu. Für Dolomiti Energia bedeutet dies, in erneuerbare Energien zu investieren und als integrierter Anbieter Lösungen zu entwickeln, die langfristig Stabilität und Kontinuität gewährleisten.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die abschließende Podiumsdiskussion, bei der zentrale Fragestellungen zur Zukunft der Energie diskutiert wurden. Daran nahmen folgende Experten teil: Herbert Dorfmann, EU-Parlamentarier; Peter Brunner, Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport sowie Flora Kröss, Vorstandsvorsitzende der Alperia AG. Im Mittelpunkt standen dabei die zukünftige Ausrichtung der Energiepolitik sowie konkrete Lösungsansätze für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in Südtirol.





