
Handelsregister feierte 30‑jähriges Bestehen
Gestern feierte das Handelsregister sein 30-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum markiert nicht nur einen historischen Moment, sondern würdigt auch die außerordentliche Entwicklung eines digitalen Systems, das heute zu den grundlegendsten Infrastrukturen für Transparenz und Rechtssicherheit von Italiens Wirtschaft zählt.
Der Ursprung des Handelsregisters liegt im Zivilgesetzbuch von 1942, das bereits die Einrichtung eines einheitlichen Unternehmensregisters vorsah. Die tatsächliche Umsetzung erfolgte jedoch erst Jahrzehnte später: Vor 30 Jahren, im Februar 1996, wurde das Handelsregister bei den Handelskammern durch den Zusammenschluss des bei den Handelskammern angesiedelten Firmenregister und dem bei den Gerichtskanzleien angesiedelten Gesellschaftsregister eigerichtet. Im Laufe der Jahre wurde das Register immer weiter digitalisiert und über das Portal www.registroimprese.it landesweit zugänglich gemacht.
Seit seiner Einführung am 19. Februar 1996 hat sich das Handelsregister von einem rein administrativen Verzeichnis zu einem modernen, digitalen Informationssystem entwickelt, das die wirtschaftliche Realität in Echtzeit abbildet und verlässliche und umfassende Daten zur Verfügung stellt. Faktisch handelt es sich um ein öffentliches elektronisches Register, das als offizielles Meldeamt aller in Italien tätigen Unternehmen dient. Es ist öffentlich zugänglich, die Einsichtnahme ist durch die Digitalisierung nun jederzeit und ohne territoriale Beschränkungen möglich.
Mit jährlich über 3,2 Millionen digital abgewickelten Vorgängen in Italien sowie der Einbindung in verschiedenste europäische Netzwerke ist das Handelsregister heute ein unverzichtbarer Bestandteil der nationalen und internationalen wirtschaftlichen Infrastruktur.
„Das Handelsregister ist weit mehr als eine Sammlung von Unternehmensdaten. Es ist ein lebendiges, ständig aktualisiertes System, das Transparenz schafft, digitale Innovation fördert und die Grundlage für Vertrauen im Wirtschaftsverkehr bildet“, erklärt Georg Tiefenbrunner, Handelsregisterführer der Handelskammer Bozen.
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat das Handelsregister zahlreiche gesetzliche Reformen begleitet: von der Weiterentwicklung des Gesellschaftsrechts bis zu neuen Regelwerken zur Unternehmenskrise. Es wurden Informationspflichten erweitert, Abläufe digitalisiert und Systeme modernisiert, um die Rechtssicherheit und Nachvollziehbarkeit wirtschaftlicher Prozesse zu gewährleisten.





